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Mittwoch 22 November 2017

Wer sind wir

Die IBF-Speyer e.V. ist ein Traditionsverein der Stadt Speyer, der im Jahr 1977 mit Unterstützung des damaligen Beigeordneten Stefan Scherpf gegründet wurde. Protagonisten waren der junge Friedrich ("Fritz") Knutas, der in seiner Rolle als Vorsitzender zwischenzeitlich für eine sehr lange Zeit vom heutigen Behindertenbeauftragten Wolfgang Brendel abgelöst wurde, sowie der Sozialarbeiter, Jurist und spätere Stadtrat Karl-Heinz Andreas. Grundgedanke der Vereinsgründung war die Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten von Lebensbedingungen Behinderter in der Stadt Speyer. Durch den Zuspruch vieler Menschen aus den umliegenden Gemeinden, für die Speyer ein wichtiger Bezugspunkt ist, wurde der Speyerer Verein alsbald ein Verein für alle behinderten Menschen, die sich gerne in Speyer aufhalten. Und nicht nur das: Wie die Namensgebung (... Behinderter und ihrer Freunde") zeigt, sind Nichtbehinderte gleichrangig Teil des Klientels.  Freunde waren es, die in der Stadtverwaltung dazu beitrugen, dass der Selbsthilfevereinigung Behinderter vor 47 Jahren an oberster Stelle Gehör geschenkt wurde bei ihrer Forderung nach Gleichberechtigung.


Doch Behinderte selbst, wie Wolfgang Brendel, Fritz Knutas, aber auch die inzwischen verstorbene Edith Schulz waren es, die schon drei Jahrzehnte vor der Ratifizierung einer UN-Konvention für Behinderte auf Einschränkungen aufmerksam machten, die sich für Behinderte zusätzlich behindernd auswirken. Die UN-Konvention für Behinderte (Beitritt Deutschlands im März 2009) beinhaltet, was 32 Jahre zuvor in Speyer bereits formuliert wurde. Die IBF, die alle Behindertenarten in den Blick nimmt und der es schon in einer Zeit, die das Wort Inklusion noch nicht kannte, um Inklusion ging, darf sich - ohne unbescheiden zu sein- mit Stolz als ein Vorreiter bei der Erstreitung der Rechte für Behinderte bezeichnen.


Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch an die Initiative der IBF, als es 1998 um die Unterzeichnung der sog. Barcelona-Erklärung ging. Dass die Stadt Speyer im Jahre 1998 zu den europäischen Städten gehörte, die sich zu dem Ziel bekannten, städtebauliche Planung mit der Rücksicht auf behinderte Menschen zu verbinden, hat sehr viel mit einer schon damals starken und lebendigen IBF-Speyer e.V. und ihren konkreten Forderungen zu tun. Teilhabe an der Gesellschaft ist nicht ohne Zugangsmöglichkeit denkbar. Rollstuhlfahrer brauchen Rampen. Sie brauchen Türen, die sich öffnen, Blinde brauchen Ampeln mit Signalton. Gehbehinderte brauchen Mobilitätshilfen verschiedener Art, u.U. auch Begleitung bei der Erledigung alltäglicher Besorgungen. Gehörlose brauchen Menschen, die ihre Zeichensprache verstehen. Und alle behinderten Kinder brauchen eine sorgsame Förderung, die spezielle Kenntnisse der Lehrenden voraussetzt. Die kleine Auswahl aus unserem Forderungskatalog zeigt ein sehr anspruchsvolles Programm an, das der Verein entsprechend seiner Satzung auf verschiedene Weise angeht.   

Diese Mitglieder wurden im November 2015 in den Vorstand gewählt:

1. Vorsitzende Petra Spoden, 2. Vorsitzende Karin Reinke (Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen zum 26.11.2016), Finanzreferent Hubert Glaser und Schriftführer Nikolaus Bachtler

Folgende Beisitzende wurden gewählt:

Ingrid Trampert (Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen zum 26.11.2016), Helga Rohe, Henri Franck, Walter Langknecht und Paul Zinser